elisabetha günthardt, stadtfluss


ein fluss durch eine stadt ist eine lebensader im steinigen häusermeer. mal hält er distanz, fliesst mediativ ruhig, wird träge, mal hoffiert er die ufer und lässt rechts und links doch nicht verbindendes sehen. er nimmt sich zeit in der stadt, er verweilt, lässt die menschen schauen, gedanken ordnen und auch sehnsüchten nachhängen. der stadtfluss lebt das trennende und faszienirende von einem ufer zum anderen, in einer kulturellen geheimnisvollen vielschichtigkeit.